Naturnah Bauen - Bodensee Biodiversitätsdach

Die Bodensee-Biodiversitätsdächer sind beispielgebend für gelungene grüne Infrastruktur! Dieses Interreg-Projekt hat den grenzüberschreitenden Austausch mit Praktiker:innen, Wissenschaft und Verwaltung im Fokus: Die Anpassung an den Klimawandel und Erholungsfunktion vereinen und verbessern und gleichzeitig Biodiversität sichern - dieses z.T. vereinzelt vorhandene Wissen um ökologisch-sinnvolle Infrastruktur soll in einen breiten grenzüberschreitenden Diskurs treten. Exkursionen zu den Dächern, eine filmische Dokumentation und Monitoring ermöglichen die Vernetzung und Verbreitung des bereits vorhandenen Wissens und der Umsetzungspraxis. So machen wir unsere Städte und Gemeinden biodivers zukunftsfit.

Exkursionen

Auf die Biodiversitätsdächer in Vorarlberg und der Schweiz am 20.08. und 10. 09.2021
In der Schweiz und nun auch in Vorarlberg sind einige Biodiversitätsdächer nach Vorbild des 100-jährigen Orchideendachs auf dem Seewasserwerk Wollishofen (CH) entstanden. Solche Dächer sind beispielgebend für die Optimierung von Biodiversität, Klimawandelanpassung und Ressourcenschonung. Die Exkursionen führen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu ausgewählten Dächern in Vorarlberg und Schweiz.

Workshop

Herausforderung im Diskurs Stadt und Grün, 21. September, 9.00 - 12.00 Uhr im Büro GSI Architekten St. Gallen
Werden unsere Städte zunehmend grüner und biodiverser? Solchen Zielen und Vorgaben haben sich viele Städten in ihren Strategien und Leitbildern verschrieben, und dies schon vor der Umweltkonferenz in Rio 1992 oder der Klimakonvention von Paris 2015. Wo stehen wir heute, was sind die «Zeichen der Zeit»? Wie stellen sich Architektur und Städtebau dem Thema «grün»? Welche Pilotprojekte und Maßnahmen ließen sich in etablierte Verfahren und Bauvorgaben weiterentwickeln? Welche Barrieren gilt es zu erkennen und zu überwinden, wie kann uns das gelingen?

Programm

  • Vorstellung Studie Grünes Gallustal, entstanden im Auftrag des WWF St. Gallen: Regula Geisser dipl. Architektin, Partnerin GSI, Studienleiterin Grünes Gallustal, Mathias Inhelder dipl. Architekt, Partner GSI, Leiter Pilotprojekte Grünes Gallustal, Aurelia Winter, Architektin, Mitarbeiterin GSI, Berechnungen und Pläne Grünes Gallustal
  • Servicepaket Naturnah Bauen im Rahmen des Vorarlberger Kommunalgebäudeausweis: Katrin Löning, Geografin, Österreichisches Ökologie-Institut, Bregenz
  • Bausteine für die Integration von Biodiversität in Musterbaureglemente: Christoph Küffer, Dr. habil. ETH, Professur für Siedlungsökologie am Institut für Landschaft und Freiraum an der Ostschweizer Fachhochschule (OST)
  • Biodiversitätsstrategie Landkreis Ravensburg - Gemeinsam für mehr Artenschutz: Moritz Ott, Moritz Ott (M. Sc. Wildtierökologie u. Wildtiermanagement, B. Eng. Landschaftsentwicklung), Stellvertretender Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverband Landkreis Ravensburg e.V.
  • Projekte zu Fassadenbegrünungen in Strassenzügen zur Kühlung und Belebung des Wohnumfeldes: Stephan Brenneisen, Dr. phil I, Geograf. Leiter Forschungsgruppe Stadtökologie, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW

Veranstaltungen des Österreichischen Ökologie-Instituts Vorarlberg

Der Green Deal der EU und die Österreichische Biodiversitätsstrategie 2030 fordern die Sicherung und Stärkung der Biodiversität. Innerhalb von Siedlungen (Städten, Gemeinden, …) sollen 80 Prozent der öffentlichen Flächen naturnah gestaltet sein. Dabei steigen die Anforderungen an diese Flächen hinsichtlich des Klimawandels: Wassersensible Quartiersentwicklung nach dem Schwammstadtprinzip, Klimabäume, Gebäudegrün sind oft genannte Schlagworte, aber berücksichtigen sie die Biodiversität? Hierin liegt die Herausforderung! Vorhandene Synergien müssen beachtet werden. Nicht jeder "klimafitte" Baum ist auch gut für die Biodiversität. Manche Baumarten neigen zur invasiven Ausbreitung, gebietsfremde Arten bieten den hier lebenden Insekten kaum Lebensraum. Ziel ist es, bei Gemeinden und den verschiedenen Akteur:innen ein Verständnis für beide Belange - Klimawandel und Biodiversität - zu wecken und Know-how aufzubauen, das es für die Entwicklung einer biodiversitätsfördernden Infrastruktur braucht. Dabei ist es auch wichtig, die Bedürfnisse der Nutzer:innengruppen miteinzubeziehen und gemeinsam passende Lösungen zu finden.

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Laufzeit: 2021.
Schmetterling

Kontakt

Tel: +43/6991/523 61 07
Email:

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  • IBK Kleinprojektefonds

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