Argumentarium Mehrweggetränkeverpackungen

Das Österreichische Ökologie-Institut sammelt Fakten und erarbeitet Argumente für Mehrweggetränkeverpackungen.

Die freiwillige Vereinbarung der österreichischen Getränkeindustrie und der Wirtschaftskammer zur Unterstützung von Mehrweggetränkeverpackungen ist gescheitert!
Die Mehrwegquoten bei Getränken sinken weiter ins Bodenlose. Von 2000 bis 2006 verringerte sich die Mehrwegquote für Mineralwasser um 33,5%, Limonaden um 14%, Bier um 8,9% und Fruchtsäfte um 5,9%, in Summe um also um 16,9%. Damit werden sämtliche umweltpolitische Ziele im österreichischen Getränkebereich verfehlt und die freiwillige Vereinbarung der Getränkeindustrie.

Ökobilanzen für den Verpackungsbereich stellen jedoch in der Regel Mehrwegsystemen ein besseres Zeugnis aus als Einwegsysteme. Der entscheidende Vorteil der Wiederbefüllung von Verpackungen ist der Wegfall der Neuproduktion und der damit verbundenen negativen Umweltauswirkungen trotz zusätzliche Transporte und Waschleistungen.

Daher ist eine gesetzliche Regelung, die Mehrwegsysteme im Getränkebereich fördert, die einzige effektive Lösung, um die Ziele des Umwelt- und Klimaschutzes nachhaltig zu erreichen.

Das Österreichische Ökologie-Institut wurde von der Wiener Umweltanwaltschaft und vom Land Salzburg beauftragt, Fakten und Argumente für Mehrweggetränkeverpackungen zu erarbeiten.

Das Österreichische Ökologie-Institut recherchierte die rechtlichen und strategischen Grundlagen für ein Argumentarium. Verfügbare Studien und Fakten zum Thema "Vergleiche von Einweg- und Mehrwegsystemen im Getränkebereich" werden analysiert und Argumente daraus abgeleitet.
Der Schwerpunkt liegt in der abfallwirtschaftlichen, ökologischen und klimarelevanten Betrachtung. Soziale und regionalwirtschaftliche Aspekte sollen jedoch berücksichtigt werden.

Laufzeit: 2008 bis 2009.

Kontakt

Tel: +43/6991/523 61 01
Email:

AuftraggeberInnen

  • Amt der Salzburger Landesregierung; Abt.16 Umweltschutz
  • Wiener Umweltanwaltschaft

PartnerInnen

  • MA 22 - Umweltschutz; Abfall und Ressourcenmanagement
  • Stadt Wien; Magistratsabteilung 48; Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark