..in Zukunft bunt und artenreich

Naturnahe Gestaltung öffentlicher Freiräume heißt sich an der Natur ein Vorbild zu nehmen, bedeutet mehr Natur im Ort zu erleben, mehr Wohlbefinden für die Menschen, mehr Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten und heißt auf Dauer weniger Arbeit.

Das Wissen um konventionell gärtnerische Gestaltung mit hoch gezüchteten Kultur- und Zierpflanzen, Wechselflor und englischen Raseneinsaaten unter Einsatz von Kunstdünger und Herbiziden ist inzwischen weit verbreitet. Arbeitsprozesse in den Gemeinden aber auch das Angebot von Saat- und Pflanzengut sind hieraufhin optimiert.

Ziel des vom Umweltamt der Vorarlberger Landesregierung in Auftrag gegebenen Projektes "…in Zukunft bunt und artenreich" ist es, mit verantwortungs- und -umweltbewussten Gemeinden Erfahrungen zur Beschaffung, Anlage und Pflege von naturnahen Straßenbegleitflächen oder innerörtlichen Blumenwiesen zu sammeln. Es haben 19 Vorarlberger Gemeinden bei dieser empirischen Studie mitgemacht: Sie legen nun naturnah gestaltete Erfahrungsflächen an.

Beteiligte Gemeinden: Altach, Bezau, Bludenz, Bregenz, Donbirn, Feldkirch, Götzis, Göfis, Hard, Hohenems, Klaus, Laterns, Ludesch, Lustenau, Mäder, Meiningen, Nenzing, Rankweil, Satteins.

AKTUELL

Am 1. Juli 2015 fand im Bregenzer Landhaus eine Abschlussveranstaltung mit allen Beteiligten statt:
Über 20.000m² insektenfreundliche Biotope wurden seit Beginn des Projektes neu angelegt bzw. entwickelt. Der Abschluss des Projektes wurde nun im Landhaus mit LR Johannes Rauch, Bürgermeistern und den Grünflächenpflegteams aus den Gemeinden gefeiert. Wildbienenexperte Timo Kopf hat beim begleitenden Monitoring in der Marktgemeinde Rankweil 93 verschiedene Wildbienenarten bestimmen können, darunter fünf Landesneufunde. "Die Wildblumenmischungen dürften besonders den Nahrungsspezialisten, die spezielle Pflanzen zum Überleben brauchen, entgegen kommen", so Kopf am Festakt. Aber auch zahlreiche nistende Arten konnten nachgewiesen werden. Die Erfahrungen aus dem Projekt werden nun zusammengefasst und hier ab 2016 zur Verfügung gestellt.

Zentrale Fragestellungen

  • Was braucht es, damit eine naturnahe Gestaltung sich als alltägliche Begrünungsmethode in Gemeinden etablieren kann?
  • Welche Faktoren sind schon in der Planung zu berücksichtigen?
  • Wie kann das Angebot an regionaltypischen/s (Vorarlberg) Wildpflanzen und Saatgut optimiert werden?
  • Was ändert sich in den Arbeitsprozessen der beteiligten Akteure.

Weitere wichtige Aspekte

Auswirkungen auf die Artenvielfalt
Akzeptanz in der Bevölkerung (Wertewandel)

Vorgehensweise

  • Erfassung und Zuordnung des Angebots an regionaltypischen (Vorarlberg typischen) Wildpflanzen und Saatgut
  • Gemeinden legen Erfahrungsflächen naturnah an und dokumentieren Bodenaufbau, Material und Beschaffung sowie Arbeitsabläufe und Pflegemaßnahmen.
  • Begleitend werden Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung getroffen.
  • Zwei Mal im Jahr treffen sich alle Akteure bis 2015 und tauschen ihre Erfahrungen aus.
Laufzeit: 2013 bis 2015.
Startworkshop

Kontakt

Tel: +43/5574/520 85-15
Email:

AuftraggeberInnen

  • Amt der Vorarlberger Landesregierung; Abt. Umwelt- u. Naturschutz

PartnerInnen

  • DI Rosemaria Zöhrer
  • Dr.Reinhard Witt

Infos

Mehr im Internet: