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LOWINFOOD

Innovationen zur Reduktion von Lebensmittelabfällen entlang der Wertschöpfungskette

Ziel von LOWINFOOD ist es Innovationen zur Entwicklung von abfallarmen Wertschöpfungsketten im Lebensmittelbereich zu bewerten und zu verbessern.

Lebensmittelverluste und -abfälle sind nach wie vor ein globales und gravierendes Problem. In der EU fallen schätzungsweise 88 Millionen Tonnen Lebensmittelbfälle pro Jahr an. Das entspricht 20 Prozent der produzierten Lebensmittel und verursacht circa 143 Milliarden Euro an Verlusten.

Lebensmittelabfälle entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die meisten vermeidbaren Lebensmittelabfälle entstehen bei der Erzeugung und Verteilung von Obst und Gemüse, Backwaren, Fisch sowie auf der Ebene der Verbraucher:innen.  LOWINFOOD testete und evaluierte innovative Lösungsansätze zur Lebensmittelabfallvermeidung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dabei konzentrierte sich das Projektteam vor allem auf besonders verderbliche Produkte wie Obst und Gemüse, Brot und Gebäck sowie Fisch.

Die für das Projekt ausgewählten Innovationen decken sowohl technische als auch soziale und verwaltungstechnische Lösungen ab. Das Projektteam quantifizierte an allen ausgewählten Punkten der Wertschöpfungskette die Lebensmittelverluste vor und nach dem Einsetzen der Innovation, um das Einsparungspotenzial festzustellen. Es beurteilte die Effizienz der Maßnahmen und betrachtete ökologische und sozio-ökonomische Auswirkungen.

Die gewonnenen Erkenntnisse über die Wirksamkeit der Innovationen bei der Verringerung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung, die damit verbundenen Umweltauswirkungen sowie deren sozioökonomischen Auswirkungen sollen genutzt werden, um Strategien für ihre Verbreitung in den europäischen Lebensmittel-Wertschöpfungsketten zu entwickeln.

Das Projektteam des Österreichischen Ökologie-Institutes widmete sich gemeinsam mit Forschungspartner:innen aus Schweden und Deutschland verstärkt dem Bereich der Schulverpflegung. Ziel war es Lebensmittelabfälle in Schulküchen, Kantinen oder Cateringunternehmen zu reduzieren und dabei alle beteiligten Akteure – vom Essenlieferanten/Küchenpersonal über den Lehrkörper bis zu den Endkonsument:innen – die Schüler:innen – zu integrieren. Bewusstseinsbildung und zielgruppenspezifische Handlungsmaßnahmen schaffen positive Anreize zum Aktivwerden.

Dabei kam der sogenannte Plate Waste Tracker zum Einsatz – er ermittelt die Menge an nicht verzehrten Speisen am Teller und erhebt die Gründe für den Nichtverzehr. Diese direkte Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler stellt die Basis zur Selbstreflexion und Entwicklung von Handlungsmaßnahmen dar und dient gleichzeitig als wertvolles Feedback für das Küchenpersonal.

27 Partner aus zwölf europäischen Ländern arbeiteten vier Jahre an dem H2020 EU-Projekt. Im Team des Österreichischen Ökologie-Instituts waren außerdem unsere ehemaligen Kolleg:innen Philipp Hietler, Maria Kalleitner-Huber, Kevin Kaltenbrunner, Sabrina Lichtnegger und Daniel Orth mit dabei.

Projektdauer

2020 – 2025

Leitung

Christian Pladerer

Umsetzung

Robert Lechner

Maximilian Wagner

Gefördert von

Europäische Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe (No 101000439)

Link

Projektwebseite